Die Schweiz hat einen neuen Männer-Award: Ist einer dieser drei Aargauer der “Mister Right”?

Die Schweiz hat einen neuen Männer-Award: Ist einer dieser drei Aargauer der “Mister Right”?

Jonas Busslinger, Markus Majid und Yannick Rafael Müller sind die Aargauer Teilnehmer der ersten Ausgabe des Mister Right Swiss Men’s Award. In den kommenden Monaten werden sie zu Influencern gecoacht.

2012 wurde der letzte Mister Schweiz gewählt, danach wurde es still um den Männer-Schönheitswettbewerb. Ein neues Format will die Mister-Wahl nun wieder aufleben lassen. Gesucht wird nicht der schönste Mann des Landes, sondern «Mister Right» – der Richtige. Nicht die Äusserlichkeiten sollen beim «Swiss Men’s Award» im Vordergrund stehen, sondern der Charakter der Kandidaten.

Die moderne Mister-Wahl findet nicht auf einer Bühne statt, gewählt wird nicht mehr per Telefon. Alles passiert online, auf der Website der Veranstaltung – und auf Social Media. Dort müssen sich die Kandidaten präsentieren, Follower gewinnen und von sich überzeugen. Hier kann man wöchentlich für seinen Favoriten voten, jeden Sonntag wird ausgewertet, wer am meisten Punkte hat.

Ebenfalls neu: Die Teilnehmer müssen nicht alles alleine schaffen. Unterstützung bekommen sie in drei Teams von sechs Promis mit Rampenlicht-Erfahrung:

  • Tobias Rentsch, Mister Schweiz 2001 und Bachelor 2015
  • Adela Smajic, Moderatorin und Bachelorette 2018
  • Rafael Beutl, Mister-Schweiz-Kandidat 2011, Bachelor 2014
  • Nadine Vinzens, Schauspielerin und Miss Schweiz 2002
  • Janosch Nietlispach, Kickbox-Weltmeister und Bachelor 2016
  • Kristina Radovic, Gewinnerin Bachelor 2016 und Influencerin

An die Herausforderung «Mister Right» haben sich drei Aargauer Kandidaten gewagt:

  • Jonas Busslinger (21), Logistiker, kommt aus Seon.
  • Markus Majid (24), Student Gesundheitswissenschaften und Technologie (ETH), kommt aus Baden.
  • Yannick Rafael Müller (29), Fachmann Gesundheit EFZ in einer Entzugsklinik, kommt aus Möhlin.

Wir haben ihnen ein paar Fragen zu ihrer Kandidatur gestellt:

Was hat Sie dazu bewogen, bei der Wahl zum Mister Right mitzumachen?

Jonas Busslinger: Ich habe es auf Social Media mitbekommen. Früher habe ich immer die Mister Schweiz Wahl mitverfolgt und es war schon lange ein Traum von mir, dabei zu sein.

Markus Majid: Nachdem ich den Aufruf auf Social Media gesehen habe, war ich zunächst unsicher. Eine Arbeitskollegin hat mich dann aber überzeugt, mitzumachen.

Yannick Rafael Müller: Ich habe den Aufruf von Rafael Beutl auf Instagram gesehen. Was mich angesprochen hat, war jedoch der Satz von Janosch Nietlispach: «Lieber zehn Kilo mehr auf den Rippen, dafür ein guter Charakter».

Was versprechen Sie sich davon?

Busslinger: Mein Ziel ist es, einmal hauptberuflich Model zu sein. Deshalb bin ich auch im Team von Rafael Beutl und Nadine Vinzens. Ich hoffe, dass der Mister Right Award mich weiterbringen kann.

Majid: Ich habe anfangs gar nicht damit gerechnet, weiterzukommen. Habe mir deshalb auch nicht überlegt, was ich davon gewinnen könnte. Ich habe vor allem Spass an der Challenge.

Müller: In meinem Job in der Pflege gebe ich viel von mir selbst. Hier mache ich etwas nur für mich. Ebenfalls möchte ich aufzeigen, dass es in der Schweiz Menschen gibt, denen es nicht so gut geht und mich für diese einsetzen.

Das Vorstellungs-Video von Yannick Rafael Müller:

Quelle: Youtube (Swiss Men’s Award)

Was an dem neuen Konzept hat Sie überzeugt?

Busslinger: Mir gefällt, dass es bei dieser Wahl auf die inneren Werte ankommt. Weil ich davon so begeistert war, habe ich ich angemeldet.

Majid: Es ist eine moderne Mister-Wahl, nicht 0815. Ebenfalls gefällt mir, dass man in Teams eingeteilt wird und von den Coaches unterstützt wird.

Müller: Es ist eine Herausforderung, ich kann viel Neues ausprobieren und entdecken. Ich mache mit, weil ich eben nicht der klassische Mister-Typ bin.

Wie fit sind Sie auf Social-Media?

Busslinger: Ich habe schon einige Follower, die mich auch unterstützt haben. Influencer zu sein und Produkte zu präsentieren, würde mir gefallen. In erster Linie geht es mir aber darum, als Model weiterzukommen.

Majid: Social Media ist für mich eine Herausforderung, da ich vorher noch nicht sehr aktiv war. In dem Bereich bin ich froh um die Hilfe und das Feedback der Coaches.

Müller: Vor der Wahl war ich nicht so aktiv und konnte es mir Anfangs auch nicht so vorstellen. Ich brauchte zu Beginn etwas Überwindung, um einen Post zu machen. Mittlerweile probiere ich aber schon mehr aus und habe positive Rückmeldungen bekommen.

Hier stellt sich Jonas Busslinger vor:

Quelle: Youtube (Swiss Men’s Award)

Im Verlauf der nächsten Monate müssen Sie sich in drei Challenges messen: Kochen, Style, und Fun. Wo sehen Sie ihre Stärken und Schwächen?

Busslinger: Bei der Style-Challenge werde ich keine Probleme haben. Das Kochen wird es mir eher schwer machen.

Majid: Ich koche sehr gerne, diese Challenge wird mir viel Spass machen. Am besten sehe ich mich jedoch in der Spass-Challenge: Beim Billard und Dart kann ich bestimmt punkten.

Müller: Am meisten freue ich mich aufs Kochen, da habe ich wahrscheinlich nicht die schlechtesten Chancen. Bowling für die Fun-Challenge müsste ich wohl vorher nochmals üben.

Events, Training und Social Media: Die Wahl zum Mister Right bedeutet viel Aufwand. Wie gehen Sie damit um?

Busslinger: Es ist tatsächlich nicht nur easy, wenn man ständig präsent sein und sich auch noch auf Social Media präsentieren muss. Dabei hilft mir auch meine Familie. Wir haben einen starken Zusammenhalt und ich kann ihnen alles erzählen.

Majid: Es ist eine anstrengende Zeit, aber es macht auch sehr viel Spass. Ich arbeite neben dem Studium auch noch zwei Tage und muss mir meine Zeit sehr gut einteilen.

Müller: Es ist wirklich eine Herausforderung, die Wahl mit der Arbeit zu vereinbaren. Zum Glück kann ich mich auf mein Team verlassen, bis jetzt haben wir zusammen immer eine Lösung gefunden. Von dem ganzen Stress erholen kann ich mich bei meiner Familie und Freunden.

So präsentiert sich Markus Majid vor der Kamera:

Quelle: Youtube (Swiss Men’s Award)

Warum werden Sie der erste Mister Right der Schweiz?

Busslinger: Ich habe Charakter und ein gutes Herz. Ausserdem weiss ich, was die Leute sehen wollen.

Majid: Ich bin ein guter Mensch, offen und hilfsbereit. Ich möchte auch ein Vorbild für Jüngere sein und zeigen, wie wichtig Gesundheit und eine gute Ausbildung sind.

Müller: Weil ich humorvoll und offen bin, mit beiden Beinen im Leben stehe und auch mal über mich selbst lachen kann.

 

Bildbeschreibung: Jonas Busslinger, Markus Majid und Yannick Rafael Müller sind die Aargauer Kanidaten des Swiss Men’s Award.

© Payback Media Group, Bearbeitung AZ Aargauer Zeitung

Dieser Artikel ist in der Schweiz am Wochenende vom 20. Oktober 2018 erschienen.